September 2003
Am 15. 09 fingen 2 Wochen Urlaub führ mich an und ich fuhr mit Sandra und Josie an unser kleines Hexen-
haus am Schwielochsee. Ich versuchte nicht ans angeln zu denken, sondern lenkte mich mit Haus streichen
und Boilies herstellen ab. Versuche das mal, wenn der See 5m vom Haus entfernt ist !! Die Woche war ganz
nett, aber in Gedanken war ich schon an einen anderen See...
Ich lies mir von Karsten eine Wegbeschreibung geben und die letzten Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.
Es sah aber nicht gerade gut aus mit dem Fängen und die PfannenHunter machten sich auch breit! Was nun?
Ich und Falk entschlossen uns trotzdem dafür und so ging es am 21.09 ,04.30Uhr in Richtung Ostsachsen.
Es war noch dunkel als wir ankamen und ich konnte das Wasser durch die Bäume erkennen. Wir liefen
durch den Wald.....aber wo war das Wasser??? So ca. 200-300m da war es! Das Wasser war soweit runter.
Der Wind pfiff mit voller Kraft uns ins Gesicht,die Wellen schwappten ans Ufer,aber gefallen tat uns die
Seite nicht. Wir fuhren um den ganzen Tümpel, jeden Weg Richtung Wasser...aber nichts als Sch...
An der einen Seite wo man mit dem Auto gut rankam, waren viele Angler. Auch paar Carpfreaks. Wir wollten paar Infos, doch die dachten wir kämen wohl aus der Förderschule und wollten uns gleich eine ganze Bären-
bande aufbinden! Danke nochmal!! Wo war eigentlich Euer so wichtiges Boot was wir unbedingt brauchen
und überhaupt,bis auf das Grill und Bierpullen, habe ich nichtmal ne`Matte gesehen...!!
Wir wußten echt nicht wo hin. Wir machten uns Mut mit logischen denken und fuhren wieder auf die Wind-
seite. Da wir keinen Karren mithatten, mußten wir das Tackle für 5 Tage tragen....100m Auto und ca.250m zum Wasser. Nach dem Loten und nochmaligen Zeug schleppen, bauten wir endlich auf. Unter Wasser sah
es genauso bescheiden aus wie auf Land. 1m Gefälle bei 100m Entfernung,kaum was Markantes. Ich suchte
und fand was Gängiges. Da ging es von 2.70m auf 220m hoch und ich fütterte dort. Falk versuchte es rechts
von mir bei ca.2.40m. Wir saßen nun da an dem See und spinnten rum,machten Abendessen und ließen den Abend mit paar Biers ausklingen. Am nächsten Tag war es heiß und wir waren der Sonne ausgeliefert. Kein Zupfer an den Ruten. Da es windstill war,drehte ich noch eine Runde mit dem Lot. In ca 350-400m Entfernung(!!!) machte ich was Leckeres aus und ich ruderte sofort eine Montage mit Futter dort hin.
Der Wind wurde dann wieder Stärker und knallte ans Ufer. Wir wollten dann irgendwann schlafen gehen, doch bei Falk meldete sich ein Bißanzeiger. Ich wartete mit dem Kescher im knietiefen Wasser, wärend Falk einsank im Schlamm. Als wir den etwa 13-14 Pf Spiegler abhakten, stand Falk schon nur noch mit Strümpfen neben mir.Wir freuten uns über den ersten Fisch an den neuen Gewässer und fühlten uns so bestätigt, das da noch eine Flasche ging.... . In der dritten Nacht ging nichts und wir dachten an einen Zufallsfang und dachten ans Umziehen.Doch die viele Arbeit, das Geld und die Mühe am Gewässerboden hielten uns ab. Wir machten uns aus,wenn die nächste Nacht nichts geht,bauen wir ab. Ich hatte drausen ein paar Piepser an der Rute,sonst nichts. Am Morgen dann räumten wir langsam auf. Die Rute drausen war fest. Ich stieg ins Boot und als ich am Marker war um die Schnur zu lösen, die ich übers Boot zog,ging ein Drill los! Mit der Hand kämpfte ich gegen einen ca 14 Pfünder! Ich schrie und versuchte Falk am einpacken zu hindern, aber er hörte mich nicht.Ich nahm den Karpfen mit,sonst hätte er es nie geglaubt. Ich überredete ihn doch noch zu bleiben, da die Carps wohl Gefallen an meinen Boilies gefunden haben. Nach kleinen Überlegen ging es wie gewohnt weiter. 16 Uhr ruderte ich beide Montagen an die weite Stelle. Wir redeten über " Fisch und die Welt", als ich dann sagte.."das klingt wie ein Freilauf.....! Die Schnur lag nicht richtig im Rädel und so konnte der RX nichts melden. Ich Schlug an und sprang ins Boot. Falk nahm die Cam und filmte das Geschehen. Ich war irgendwann über den Fisch und er war der Chef . So zog er mich und ich sah schon den Haken ausschlitzen,die Schnur reissen....mach bloß sachte Gerd!!! Nach einer kleinen Ewigkeit nutzte ich die erste Cance um den Fisch zu keschern. Ein Schrei der Freude und Erleichterung kam mir über die Lippen.Saugeil!! Ich dachte nicht das er so schwer ist,aber nach dem ich das Video ansah,ahnte es schon Falk...er murmelte was von 30er... Am Ufer gelandet, hob ich den Fisch, kaputt vom rudern und drillen , freudestrahlend aus dem Boot. 86 cm und 30 Pfund! Vor zwei Jahren war ich in Kuba und seit dem trage ich eine Ziggarre im Rucksack mit---für den Dreisiger!! Mein Freund Falk hatte Recht und er war mir sehr hilfreich.Rute raus, Ziggarre an und wir stiesen mit Bier an und feierten den Fisch!! 2 Stunden Später ging die andere Rute.Anhieb und los. Aber was war das? Die linke Rolle verlor rasch die Schnur und somit standen wir beide mit meinen Ruten im Drill. Die Ausbeute waren ein ca 15er und ein Fisch von 90 cm und 26 Pfund. In der Nacht fing ich dann noch zwei 21 u. 22 Pf. Ich war glücklich und am nächsten Tag nicht auszuhalten, weil ich so aufgedreht war. Falk ging noch ein 16 er ins Netz und ich verlor in der nächsten Nacht einige Fische. Einen 21er und einen Kleineren konnte ich keschern. Nach 5 Nächten kehrten wir zwar müde und fertig,aber trotzdem zufrieden heim.
An dieser Stelle nochmal Danke an Karsten und vorallem Falk, der ,obwohl es mit den Größen nicht so klappte,sich nicht unterkriegenlassen hat und mir beim Drill und Fotographieren mich sehr unterstützte!!

meine_bilder0009.jpg
carpgame_april_2010192.gif
carpgame_april_2010189.jpg
carpgame_april_2010190.jpg
carpgame_april_2010191.jpg
carpgame_april_2010183.jpg
carpgame_april_2010184.jpg
carpgame_april_2010185.jpg
carpgame_april_2010193.jpg
15 Kilo Gold in der Abendsonne....
carpgame_april_2010188.jpg
carpgame_april_2010186.jpg
...der letzte Fisch mit 21 Pfund
weiter
zurück
Startseite
carpgame_april_2010187.jpg



1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 - 15 16
17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28